Mediationsverfahren für den Riederwaldtunnel

Es sind seit Jahren etliche Klageverfahren von Anwohnern gegen die jetzige Planung der A66/A661
und für mehr Lärmschutz in den davon betroffenen Frankfurter Stadtteilen immer noch nicht
entschieden. Neben diesen Personen, die über Privateigentum entlang der Bauabschnitte verfügen, hat auch der Volks-Bau- und Sparverein, der im Stadtteil Riederwald mehr als 400 Wohnungen und eine Altenwohnanlage besitzt, Klage eingereicht. Es wurde im letzten Anhörungsverfahren eingeräumt, dass die Wohnungen ab dem dritten Stockwerk, bei der zur Zeit gültigen Planung, nicht ausreichend
geschützt werden können. Im unmittelbaren bereich dieser Autobahnen befinden sich 2 Kinder-tagesstätten, zwei Schulen, ein Krankenhaus und drei Altenwohnanlagen.Die Lärmwerte werden
überschritten und der geplante Lärmschutz wird nicht ausreichen. Passiver Lärmschutz ist deshalb zu wenig!

Die Wohnbereiche Frankfurt Bornheim, Seckbach, Riederwald, Bergen-Enkheim und Fechenheim-
Nord sind jetzt schon durch Flug- und Autolärm stark belastet.

An den Tunnelausgängen und im weiteren Verlauf der Autobahnen ist ein Anstieg der
Schadstoffemissionen zu erwarten und die EU-Grenzwerte für Feinstaub können nicht eingehalten werden. Damit kommen neben dem Lärm noch die Belastungen durch die Schadstoffe für die Anwohner hinzu, was mit einem hohen gesundheitlichem Risiko verbunden ist. Immer mehr Ärzte warnen inzwischen vor den Auswirkungen dieser Gefahren auf die Gesundheit!

Hessen Mobil hat eine neue Verkehrsuntersuchung (Prognosehintergrund 2025) in Auftrag gegeben,
die die alten, nicht mehr aktuellen Zahlen ersetzen sollen. Welche Bedeutung das für die weitere Planung hat, kann erst festgestellt werden, wenn die Ergebnisse vorliegen (nicht vor Ende 2012).

Daraus ergeben sich viele offene Fragen, die die Bewohner verunsichern und dazu führen, dass junge
Familien, die wir dringend im Stadtteil halten wollen, sich überlegen wegzuziehen. Gerade für diese Familien ist der Riederwald durch die noch günstigen Mieten, den großen Grünflächen und die gut ausgestatteten Spielplätze attraktiv.

Deshalb begrüßen wir es, dass die Stadt Frankfurt zur Zeit die Möglichkeit einer Einhausung
untersuchen läßt. Um die Kosten dafür nicht unnötig in die Höhe zu treiben, sollte sie in die weitere Fertigstellung der Bauabschnitte integriert sein und nicht nachträglich gebaut werden.

Um das alles zu klären, halten wir ein Mediationsverfahren, in dem alle Beteiligten durch Vertreter einbezogen sind, für dringend notwendig.